Modern ausgestattete Kfz-Werkstatt im Berufsbildungszentrum
Handwerkskammer Erfurt fordert schnelle Entlastung bei Spritpreisen
25. März 2026
Hohe Spritpreise belasten mobile Handwerksbetriebe besonders
Die anhaltend hohen Spritpreise setzen viele Handwerksbetriebe in Nord- und Mittelthüringen zunehmend unter Druck. Die Handwerkskammer Erfurt fordert deshalb, die CO2-Steuer auf Kraftstoffe befristet auszusetzen.
„Wer im Handwerk unterwegs ist, fährt nicht zum Vergnügen, sondern zur Arbeit, zum Kunden und zur Baustelle. Hohe Spritpreise treffen unsere Betriebe direkt im Tagesgeschäft“, erklärt der Präsident der Handwerkskammer Erfurt, Stefan Lobenstein. Besonders betroffen sind Gewerke mit hohem Fahranteil – etwa Sanitär-, Elektro-, Bau- und Dachdeckerbetriebe, aber auch Bäcker im Lieferverkehr oder Kfz-Betriebe mit Hol- und Bringdiensten. Im Flächenland Thüringen ist Mobilität für viele Handwerksunternehmen unverzichtbar.
„Solange die Kraftstoffpreise auf diesem Niveau bleiben, braucht es eine spürbare Entlastung für Betriebe und Beschäftigte. Das Aussetzen der CO2-Steuer wäre dafür ein richtiger und sofort wirksamer Schritt“, betont Lobenstein. Viele Handwerksbetriebe investieren bereits in moderne Fahrzeuge, effiziente Tourenplanung und klimafreundlichere Lösungen. Für viele Unternehmen bleibt der klassische Fahrzeugbestand im Alltag jedoch weiterhin unverzichtbar, solange Alternativen nicht flächendeckend wirtschaftlich und einsatzsicher verfügbar sind. „Das Handwerk hält Thüringen am Laufen. Unsere Betriebe sichern Versorgung, Beschäftigung und Ausbildung in Stadt und Land. Wer das Handwerk stärken will, muss mobile Betriebe jetzt entlasten“, so Lobenstein.